14. Energie und Umwelt
Das Thema Energiesparen hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Dass es sich dabei aber nicht nur um ein ökologisches, sondern auch um ein finanzielles Anliegen handelt, beweist sich gerade beim Hausbau. Denn wer sein Haus energiesparend plant, kann seinen Geldbeutel langfristig entlasten. Hinzukommen immer schärfere gesetzliche Auflagen für Neubauten und damit für die Gewährung günstiger Kredite. Es lohnt sich also, rund um das Thema „Energie und Umwelt“ gründlich zu recherchieren. Das geht los bei alternativen Energiequellen und verschiedenen Energiesparhäusern bis hin zur richtigen Dämmung, den gesetzlichen Verordnungen oder staatlichen Zuschüssen. Die Redaktion hat Informationen und Hinweise vorbereitet.
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Welche Energiequellen gibt es
Neben den herkömmlichen Energienetzen gibt es heute für Hausbauer die Möglichkeit sich durch erneuerbare Energien eine unabhängige Stromversorgung zu sichern. Auch Heizenergie kann aus diversen alternativen Energiequellen gewonnen werden.
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Übersicht Niedrigenergiehäuser
Das Passivhaus
Als Passivhaus kann ein Haus bezeichnet werden, das aufgrund seiner indirekten Wärmegewinnung, zum Beispiel aus der Abwärme von Personen und technischen Geräten oder aus Sonneneinstrahlung, auf eine klassische Heizung verzichten kann. Für Passivhäuser spielt die Wärmedämmung Dämmstoffe eine große Rolle, um die Energie effektiv im Haus zu halten und durch eine Lüftungsanalage wieder zu verwerten. Der geringe restliche Heizungsbedarf kann durch verschiedene Quellen gedeckt werden, zum Beispiel Fernwärme, Wärmepumpe oder Pelletofen.
Bedarfsanalyse für mein Einfamilienhaus
Der Energiebedarf für das Wunschhaus der Bauherren sollte bereits in der Planungsphase analysiert werden (in einer Bedarfsanalyse). Diese wird vom Planer anhand der vorgegebenen Bauweise und des Grundrisses erstellt. Da seit 2009 eine verschärfte Energieeinsparverordnung (EnEV) gilt, sind die Anforderungen für sparsamen Energieverbrauch deutlich gestiegen. Bauherren sollten ihre Bauweise deshalb auch an energetischen Maßstäben orientieren. Trotzdem ist es auch im Interesse des ausführenden Bauplaners eine Bedarfsanalyse durchzuführen, denn er haftet für die Einhaltung der EnEV. Das Resultat der Bedarfsanalyse ist der Energieausweis. Darin festgehalten werden alle technischen Parameter des Hauses, das heißt Wandaufbau, Qualität der Dämmung und Fenster, sowie das Lüftungs- und Heizsystem des Hauses. An diesen Daten wird dann der Heizverbrauch pro Quadratmeter berechnet. Dieser ist ausschlaggebend für die Einhaltung der Verordnung. Für die Bauherren ist es wichtig darauf zu achten, dass ihnen der Energieausweis für ihr Haus vor der Einreichung des Bauantrages übergeben wird.
Finanzielle Förderung und Zuschüsse
In diesem Jahr wurden die Marktanreizprogramme für erneuerbare Energien beim Hausbau gestoppt. Das bedeutet, dass es vorerst keine staatlichen Zuschüsse mehr für alternative Energieversorgungs- oder Heizsysteme gibt. Sie können bei Ihren regionalen Energieanbietern Förderungen für die Installation einer Wärmepumpe erhalten.
EneV und relevante Gesetze
2002 wurde erstmalig ein Energieeinspargesetz für Wohnimmobilien erlassen. Seit dem wurden die Regeln regelmäßig verstärkt. Die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEV) trat 2009 in Kraft, jedoch ist bereits für 2012 die nächste Verschärfung geplant. Es lohnt sich deshalb für zukünftige Bauherren die aktuellen Vorgaben von Anfang an einzuholen. Die aktuelle EnEV verlangt von den Bauherren Energieeinsparungen von 30 Prozent im Vergleich zu 2007.
Energie und Verbraucherschutz
Um sich über alle Möglichkeiten in Umsetzung und Förderung zum Thema Energie gut beraten zu lassen, kann es sinnvoll sein bei einem speziellen Verband nachzuforschen. In Deutschland gibt es dazu regionale, sowie landesweite Agenturen. Die Deutsche Energie-Agentur gehört zu den bekanntesten. Auf ihrer Seite finden Sie auch eine Übersicht über die regionalen Energie-Agenturen.
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