Unter dem Begriff Massivhaus wird üblicherweise ein Gebäude aus Mauerwerk und Beton verstanden, das nach den Prinzipien der Massivbauweise erstellt ist. Im Wohnungsbau bedeutet dies, dass die Wände aus Mauerwerk, Beton oder Stahlbeton und die Decken aus Stahl-, Leicht-, Porenbeton oder Ziegeln bestehen.
Massivhäuser werden auf der Baustelle Stein auf Stein erstellt. Im Unterschied zur industriellen Vorfertigung ist der Anteil an Handarbeit dadurch sehr viel höher. Massivhäuser bestehen aus mineralischen Wandbaustoffen wie Kalksandstein, Beton oder Porenbeton. Am weitesten verbreitet sind Ziegel.
Ziegelwände zeichnen sich durch die Fähigkeit aus Feuchtigkeit zu transportieren und Wärme zu speichern. Die gespeicherte Wärme geben sie zeitversetzt wieder ab - das Haus wird zur „natürlichen Klimaanlage“. Von Nachteil sind die im Vergleich zu Holz schlechteren Wärmedämmwerte, die es schwieriger machen, die Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV) (http://www.bmvbs.de/-,302.7567/Energieeinsparverordnung-EnEV.htm) zu erreichen. Das kann mit moderner Haustechnik jedoch ausgeglichen werden.
Bauherren sollten sich auf einen Markt einstellen, der entweder sehr kleinteilig geprägt ist oder von den großen Bauträgern beherrscht wird, die mit standardisierten Angeboten zu werben.
Heute bieten viele Firmen auch Massivhäuser schlüsselfertig an. Der Bauherr hat dann den Vorteil eines Vertragspartners für alle Arbeiten.
Eine Informationsquelle für Bauinteressierte ist die Initiative „Massiv-Mein-Haus“ (www.massiv-mein-haus.de), eine Interessengemeinschaft von Herstellern und Verbänden der Steine- und Mörtelindustrie, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, über Vorteile mineralischer Massivbaustoffe zu informieren.








