Einer der am häufigsten benutzten Dämmstoffe ist Polyurethan-Hartschaum. Hierbei handelt es sich um einen Kunststoff. Er wird auch als PUR/PIR-Hartschaum bezeichnet. Er leitet Wärme äußerst schlecht, weswegen er ein besonders effizienter Dämmstoff ist. Außerdem ist Polyurethan-Hartschaum wasserabweisend und sehr formstabil. Auch hohe Temperaturen und Chemikalien machen ihm nichts aus. Durch diese Eigenschaften wird Polyurethan-Hartschaum als qualitativ hochwertig und vielseitig einsetzbar, auch im Zusammenspiel mit anderen Materialien, angesehen.
Mineralwolle wird in Europa sehr häufig als Dämmstoff eingesetzt. Es gibt verschiedene Arten von Glas-, Stein- und Schlackenwolle. Sie sind vielseitig einsetzbar, da sie sehr widerstandsfähig, nicht brennbar und diffusionsoffen sind. Allerdings können sie keine Feuchtigkeit regulieren und unter schlechten Bedingungen kann Feuchtigkeit ihre Dämmqualität herabsetzen. Dennoch bieten Sie einen guten Schallschutz. Mineralwolle ist von vielen Experten aufgrund ihrer Inhaltsstoffe, energieaufwendigen Herstellung und schlechten biologischen Abbaubarkeit als Umwelt- und gesundheitsbelastend eingestuft worden.
Alternativen zu den konventionellen Dämmstoffen bieten zum Beispiel Flachs oder Hanf. Sie sind natürlich und sorgen für ein gesundes und angenehmes Raumklima auch im Sommer. Außerdem sind sie „atmungsaktiv“ und normal entflammbar. Sie können an Wänden, Decken oder im Dachbereich, sowie zur Trittschalldämmung eingesetzt werden. Produkte ohne Zusätze sind voll kompostierbar, andere können recycelt werden.
Auch Restholz kann in Form von Hobelspänen oder Holzfasern zur Wärmedämmung genutzt werden. Hierfür wird hauptsächlich Nadelholz verwendet. Beide Arten dienen dem Wärme- und Schallschutz und können für Dach-, Wand- und Bodendämmung verwendet werden. Sie sind vollständig recyclingfähig und teilweise auch kompostierbar.
Kork kann nicht nur zur Trittschalldämmung oder als Bodenbelag, sondern auch zur Wärmedämmung eingesetzt werden. Dämmkork wird in Spanien, Portugal oder Nordafrika aus der Rinde der Korkeiche gewonnen. Durch die besondere Herstellung unter heißem Wasserdampf und das Zermahlen des Korks zu Granulat ist es nicht nötig den Dämmkork zusätzlich gegen Schimmel, Schädlinge oder Brand zu behandeln.
Wie ein warmer Wollpullover den Menschen vor der Kälte schützt, so kann Schafswolle auch als Wärmedämmung für Ihr Haus genutzt werden. Die gewaschene Wolle kann als Stopfwolle oder als Dämmplatte flexibel beim Hausbau eingesetzt werden. Sie muss allerdings mit einem Mottenschutzmittel behandelt werden. Sie ist natürlich recyclebar.
Sie finden hier nur eine Auswahl an gängigen Dämmstoffen. Es gibt noch zahlreiche weitere. Nicht beschrieben wurden unter anderem die Dämmung mit Baustrohballen, Schilfrohr, Wiesengras oder Zelluloseplatten. Für genauere Informationen empfehlen wir Ihnen ein Beratungsgespräch mit Ihrem Baubetreuer.









