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Marktanreizprogramm muss gestoppt werden

altDer Deutsche Bundestag hatte mit dem Bundeshaushalt 2010 eine qualifizierte Haushaltssperre beim Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien beschlossen. Das Bundesumweltministerium hat sich in den vergangenen Wochen um eine Aufhebung dieser Haushaltssperre bemüht. Ein entsprechender Antrag wurde vom Bundesfinanzministerium jetzt abgelehnt.

Die Haushaltssperre hat die Einstellung der Förderung für Solarkollektoren, Biomasseheizungen und Wärmepumpen zur Folge. Auch die Programme, die das Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert, sind davon betroffen.

Konkret bedeutet das: Ab sofort können für Solarkollektoren, Biomasseheizungen und Wärmepumpen keine Investitionszuschüsse mehr gewährt werden. Mit den Förderanträgen, die in diesem Jahr bereits beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingegangen sind, sind die für 2010 noch zur Verfügung stehenden Fördermittel bereits aufgebraucht. Ab sofort können daher auch keine neuen Förderanträge mehr entgegengenommen werden.

Die Sperrung der Haushaltsmittel hat auch Auswirkungen auf die Programme der Nationalen Klimaschutzinitiative. Das Förderprogramm für kleine Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (Mini-KWK) und das Programm zur Förderung von Klimaschutzprojekten in Kommunen müssen sogar rückwirkend gestoppt werden, da schon mit den bereits bewilligten Anträgen das Budget, das für 2010 zur Verfügung steht, voll ausgeschöpft wird. Rückwirkend heißt, dass Anträge, die aus dem vergangenen Jahr vorliegen und noch nicht bewilligt worden sind, nicht mehr genehmigt werden können. Die Förderung von kommunalen Klimaschutzprojekten kann erst 2011 weiter fortgeführt werden, unter der Voraussetzung, dass im kommenden Jahr wieder Haushaltsmittel verfügbar sind.

Bundesumweltministerium
11055 Berlin

Tel: 030 18 305-0
Fax: 030 18 305-2044

Das Ministerium im Internet

 

Kommentare

05.05.2010 10:51
Irgendwo muss schließlich gespart werden! Natürlcih werden dann zuerst solche Subventionen gestrichen. Besser als wenn anstelle dessen Arbeitsplätze verloren gehen und irgendwo muss das Geld für die Griechen schließlich herkommen!

Gruß, Richard Seidel
05.05.2010 15:12
lieber herr seidel, das können sie doch nicht ernst meinen. beim map reden wir von 115 mio euro, die abgerufen ein vielfaches an wertschöpfung in handwerk & industrie schaffen. dazu sorgt der dt. gebäudebestand für fast 40% aller co2-emissionen, die doch alle bekämpfen wollen. solange diese regierung den hoteliers 7 mrd. schenkt, ohne ersichtlichen grund soll für investitionen kein geld da sein????

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